Bereit für die Medizin der Zukunft: Krankenhaus Weilheim-Schongau weiht weltweit neueste Generation der Chirurgie-Robotik ein

By: | Tags: , , , | Comments: 0 | Oktober 5th, 2020

Bereit für die Medizin der Zukunft: Krankenhaus Weilheim-Schongau weiht weltweit neueste Generation der Chirurgie-Robotik ein

Landrätin Andrea Jochner-Weiß hält Festrede. Erstes kommunales Krankenhaus im südlichen Oberbayern mit „da Vinci Xi“. Zweites, hochentwickeltes Robotik-System binnen eines Jahres eingeführt. Grundstein für Robotikzentrum im Oberland gelegt.

Weilheim, 05.10.20. Mit Andrea Jochner-Weiß gab es am Montag nicht nur eine robotikbegeisterte Landrätin anläßlich der Vorstellung des neuen „da Vinci Xi-Systems“ vor Pressevertretern im Krankenhaus Weilheim. Sie betonte in ihrer Begrüßung auch, mit der Einführung des zweiten OP-Roboters binnen eines Jahres sende der oberbayerische Landkreis ein starkes Signal in die Gesundheitsversorgung.

„Die Coronakrise habe gezeigt“, so die Landrätin, „dass der ländliche Raum eine starke medizinische Versorgung braucht.“ Dieses Ziel genießt nach ihren Worten höchste Priorität. „Ich bin davon überzeugt, dass mit dem „da Vinci Xi“ dazu ein sehr guter Beitrag geleistet wird.“ Weilheim setzt als erstes unter den kommunalen Krankenhäusern im südlichen Oberbayern diese weltweit neueste Generation der Chirurgie-Robotik ein.

Besonders schonend, sehr sicher und hoch präzise

In ihren Statements vor zahlreichen Gästen unterstrichen Geschäftsführer Thomas Lippmann und Chefarzt Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang die Bedeutung des roboterassistierten Operierens für die Krankenhäuser Weilheim-Schongau. „Dies ist kein Selbstzweck, sondern wird eingesetzt, um Patienten, die einen komplexen Eingriff benötigen, eine besonders schonende, sehr sichere und dabei hoch präzise OP-Technologie anzubieten, so Thomas Lippmann. „Es ist eine wichtige Ergänzung zu unseren bestehenden Verfahren, insbesondere bei Eingriffen am gesamten Darm, am Magen und der Gallenblase, bei Hernien und in der Bariatrischen Chirurgie“, betont Prof. Reinhold Lang. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit „da Vinci Xi“ gelingen noch präzisere Eingriffe und vor allem komplikationsarm, als bei den gängigen minimal-invasive Operationen. Feinste Nerven und Gewebe werden selbst auf engstem Raum erkannt und Verletzungen vermieden. Patienten können schneller in ihr Leben zurückkehren.

Erstes Robotikzentrum im Oberland

Die Zahl und auch das Spektrum der Patienten, die für eine roboter-assistierte Behandlung in Frage kommen, erweitertet sich stetig, auch weil die beteiligten Fachgebiete und zudem die Interdisziplinarität zunehmen. Mit den Systemen „da Vinci Xi“ und „Mako“ legen die Krankenhäuser Weilheim-Schongau den Grundstein für das erste chirurgische Robotik-Zentrum der Region Oberland.

Eingebettet in universitäre Kooperation

Die Technologie gestattet es, komplexe Eingriffe in universitärer, telemedizinischer Anbindung durchzuführen. Die enge Zusammenarbeit der Experten erfolgt im Rahmen der bestehenden Kooperation der Krankenhäuser Weilheim-Schongau mit dem Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Zur standortübergreifenden Zusammenarbeit gehört auch, dass beide Kliniken das da Vinci Xi-System einsetzen.

Zu diesem Anlass begleiteten die kaufmännische Direktorin Dr. Elke Frank und Oberarzt Prof. Dr. Dirk Wilhelm die Pressekonferenz persönlich „Wir gratulieren allen, die dieses wichtige Projekt ermöglicht haben. Wir erwarten Großes von der Robotik und finden die Investitionen der Krankenhaus GmbH mutig und richtungsweisend.“

Spitzenmedizin für Weilheim-Schongau

Der Ärztliche Direktor vom Krankenhaus Weilheim Prof. Dr. Andreas Knez hob hervor: „Roboterassistiertes Operieren stellt die Weichen für eine gute und robuste Zukunftsgestaltung unserer Krankenhäuser. Die positive Resonanz heute zeigt mir, dass wir damit den Nerv getroffen haben. Wir machen Medizin für die Landkreisbevölkerung auf höchstem Niveau. Dafür danken wir der Landrätin, dem Kreistag und der Geschäftsführung, die sich so vehement einsetzen, dass wir der Bevölkerung dies anbieten können. Bayern geht einen eigenen Weg. Kleine, aber feine Krankenhäuser werden geschätzt.“